Peinlicher Kreativitätsklau ...
Das Layout hat sich geändert, aber ich bin es nicht gewesen. Eine gewisse Schuld kann ich mir nicht nehmen lassen, dennoch muss ich gestehen: das ist alles nur geklaut.

Als Feind der Konsumgesellschaft konnte ich es nicht ertragen, dass mir Google Werbung auf meine Seite zwingt. Desweiteren bin ich schon ein wenig darauf bedacht, etwas schön zu präsentieren, sei es durch Sprache oder Layout oder Bild. Zugegeben, noch bin ich nicht recht vertreten durch diese wenigen taubehangenen Moosspitzen (ein Wort mit Doppeldoppelbuchstaben!) - aber ein Anfang ist es. Da muss ich dem Macher (ichichich) ein Lob aussprechen: ein sehr schöner Anfang. Leider muss ich jetzt schon prophezeien, dass ich mich noch einarbeiten werde in die Kunst des Blog-Layoutens. Html wurde schon einmal gelernt. Der Plan ist da, die Vision im Kopf, doch leider bin ich kein Künstler, der seine Gedanken mit wahrer Kunstfertigkeit in Bits und Bytes wandeln kann ... wobei im aktuellen Zeitmagazin wieder einmal sinngemäß zu lesen ist, digitale Medien seien der Kunst Tod. Gibt ein gutes Thema für einen der nächsten Gedankensprünge ...

Heute stattdessen - schließlich ist mir auch das Layout widerfahren - eine nette kleine Episode aus dem Alltag:

Ein kleiner orangener Zettel im Briefkasten hat mich wieder einmal daran erinnert, dass heute etwas schief läuft in der Gesellschaft: es gibt immer weniger Familien, in denen jemand daheim ist, wenn der Postbote arbeitet ... und alle anderen auch. Päckchen von meiner Frau, übers Internet aus dem Ausland an mich gewidmet geschickt. Leider steht die Widmung nicht auf der Abholkarte, sondern nur ihr Nachname - nicht meiner. Jetzt weiss ich auch, das ihr *keine Schleichwerbung*-Account vor unserer Hochzeit entstand. Das Problem ließ sich zur Erheiterung des Postbeamten leicht lösen, indem ich eine Kopie der Heiratsurkunde am Schalter anstelle einer Vollmacht vorlegte.

Das Schöne an dieser Geschichte war die Reaktion des Menschen, als er mir meine Sendung überreichte: "Das sind die kleinen Episoden, die erzählenswert sind." Ich freue mich, wenn es doch noch Menschen gibt, die mit offenen Augen und der Begeisterungsfähigkeit eines Kindes durch die Welt gehen ... ich hoffe mir das erhalten zu können.